Wir über uns

Feuerwehr HorbenEinige Fakten muss man aufzählen um die technische Ausstattung
der Feuerwehr Horben zu verstehen.

Horben ist eine Streusiedlung mit 6 Ortsteilen. Im Verhältnis zur eher großen
Fläche (875ha) hält sich die Einwohnerzahl von derzeit ca. 1.070 Einwohnern
eher in Grenzen. Unsere Nachbarfeuerwehren kommen für die Ersthilfe
höchstens in den Grenzgebieten in Frage. Für die Ergänzung von Mannschaft
und Gerät (speziell in der Tagbereitschaft) ist diese so genante Überlandhilfe
natürlich unverzichtbar.

Darüber hinaus klappt die Zusammenarbeit mit unserem
Unterstützungsbereich, auch was Ausbildung auf Kreisebene oder
Beschaffung und Bereitstellung von speziellem Gerät z.B. Rettungssatz,
Wärmebildkamera angeht, hervorragend. Durch unsere exponierte Lage, die
großen Höhenunterschiede (380 bis 950 Höhenmeter) und großen Distanzen,
haben wir Verhältnisse, wie man sie sonst nur im Hochschwarzwald antrifft.
Wichtig zu wissen ist auch, dass bei einem Brandeinsatz der Innenangriff (z.B.
Menschenrettung, Entstehungsbrand) nur mit Wasser am Strahlrohr
durchgeführt werden darf. Nur ein Ortsteil (Heubuck) ist komplett über die
öffentliche Wasserversorgung (Hydranten) abgedeckt Drei weitere sind zum
Teil und zwei Ortsteile gar nicht über Hydranten versorgt. In diesen Bereichen
ist der Brandschutz über Bäche und Brandweiher gesichert. Das heißt für uns
als Feuerwehr, dass wir an der Wasserentnahmestelle eine Tragkraftspritze in
Stellung bringen müssen. Je nach Einsatzort muss sogar, abhängig von
Höhenunterschied und Entfernung, eine 2. Tragkraftspritze zwischen
Wasserentnahme- und Einsatzstelle geschaltet werden. Dass das Entladen
der Pumpen, das Kuppeln der Saugschläuche, das Verlegen der
Druckschläuche (zum Teil über 500m) einiges an Personal und Zeit erfordert,
ist sicher jedem klar. Da in der Ersteinsatzphase aber Innenangriff und
Menschenrettung absoluten Vorrang hat, diese jedoch ohne Wasser nicht
durchzuführen sind, hatten wir in der Vergangenheit hier unser größtes
Problem. Hinzu kommt noch, dass unsere Personaldecke in den letzten
Jahren immer dünner geworden ist.

Von Ende der neunziger Jahre mit 39 Mann waren wir 2005 noch 25 Mann. An
dieser Stelle möchte ich alle Interessierten (Frauen und Männer) aufrufen, bei
uns mitzumachen. Das geht ganz zwanglos z.B. durch einen Anruf beim
Kommandanten (Tel. 290151) oder indem einfach mal bei einer
Feuerwehrprobe (donnerstags 20 Uhr in den ungeraden Wochen) direkt
vorbeigeschaut wird.

So, genug gejammert. Natürlich hat man versucht die Probleme zu lösen. Um
die Mannschaftsstärke zu halten, wurde im Juli 2004 eine Jugendfeuerwehr
gegründet, die seit diesem Zeitpunkt mit großem Erfolg besteht. Die ersten
Früchte unserer Jugendarbeit konnten wir in Form eines neuen aktiven
Feuerwehrmannes schon ernten.

Die anderen obengenanten Probleme konnten mit unserem neuen Fahrzeug
weitgehend gelöst werden, welches nicht als Ersatz für unser altes LF 8,
sondern als Ergänzung angeschafft wurde. Mit diesem neuen Fahrzeug
können wir jede Einsatzstelle sofort anfahren. Mit zwei fertig ausgerüsteten
Atemschutzgeräteträgern (während der Alarmfahrt) kann der Angriffstrupp nun
unmittelbar mit dem Innenangriff beginnen. Dieser Einsatz kann im
Hydrantenbereich mit nur 6 Feuerwehrleuten durchgeführt werden. Im
Außenbereich reichen die mitgeführten 1000 L Tankinhalt bei permanenter
Wasserabgabe für ca. 20 Minuten bei niederster Durchflussmenge (40 L in der
Minute). In dieser Zeit können nachrückende Kräfte mit unserem alten LF 8
die oben beschriebene Wasserversorgung aus offenen Gewässern sichern.
Hier kommen dann auch unsere Tragkraftspritzen „Rosenbauer Fox 1“ und die
neue „Rosenbauer Fox 3“ zum Einsatz. Ebenfalls sehr gut bewährt hat sich in
der Vergangenheit der Schlauchanhänger. Mit diesem können lange Strecken
B-Druckschläuche verlegt werden. Darüber hinaus kann er von einem Traktor
im Gelände oder auf der Straße hinter dem LF 8 angehängt bzw. gezogen
werden. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man mit Recht behaupten, dass die
Feuerwehr Horben technisch optimal ausgestattet ist und auch unsere
Unterbringung nichts zu wünschen übrig lässt. Mit hoher Motivation und dem
guten Ausbildungsstand sind wir für alles gerüstet.

Vielleicht kann man eine Gemeindefeuerwehr ein wenig mit einer
Versicherung vergleichen. Vielen erscheint diese zu teuer oder sie sehen sie
sogar als ganz überflüssig an. Tritt aber dann ein Schadensfall ein, kann diese
weder groß genug noch teuer genug gewesen sein. Die Verantwortlichen
unserer Gemeinde haben jetzt und in der Vergangenheit vorausschauend und
umsichtig gehandelt. Sie haben für unsere Bürger eine gute „Versicherung“,
um bei dem Vergleich zu bleiben, abgeschlossen. Unser neues Fahrzeug hat
noch viele andere Vorzüge und Möglichkeiten, es würde jedoch den Rahmen
sprengen, um auf all diese einzugehen. Ich und meine Feuerwehrkameraden
würden uns freuen, Sie weitergehend zu informieren.

Sprechen Sie uns einfach an.

Ihr Kommandant

Christian Brauner, Langackernstraße 16, 79289 Horben
Tel.: 0761/ 290 90 22 (privat)
Handy: 0174 169 82 31
e-mail:

Dokumentationen

 

Weitere Informationen:
Kreisfeuerwehrverband Breisgau-Hochschwarzwald - www.kfv-lkbh.de